Bauschadenanalyse_mehr

Semesterprogramm

Prüfung/Präsentation
Dienstag, den 11.10.2011 09:00 Uhr

9.00 – 10.00 Uhr
Hugo, J. – Klemp, L.
Artus, M. – Sauer, M.

10.00 – 11.00 Uhr
Bleser, B. – Ackermann, A.
Gruber, K. – Beck, J.

11.00 – 12.00 Uhr
Bienhaus, J. – Pipkorn, L.
Sahihi, L. – Johannbroer, B.

12.00 – 13.00 Uhr
Knieling, T. – Konrad, D.
Arzt, S. – Löbich, K.

14.00 – 15.00 Uhr
Bauer, D. – Knöpfel, M.
Simioni, S. – Mussotter, P.

15.00 – 16.00 Uhr
Fischer, S. – El Azzaovi,
A. Sergi, D. – Song, A.

16.00 – 16.45 Uhr
Schrepfer, L. – Hermann, K.
Paret, L.


Bitte für Prüfung anmelden bei Agnes Krüger im
Sekretariat Entwerfen und Gebäudetechnologie !

Bauschadensanalyse
Wahlfach

Vorlesung und Übung für Sondergebiete der Technologie Bauphysik, Bauschadensanalyse im Fachbereich Architektur, Lehrbereich C: Konstruktion und Technik

Lehrende:
Prof. Dr. Ernst-Jo. Völker (IAB-Oberursel)

Termine: –

Für die Prüfung bitte im Sekretariat bei Agnes Krüger anmelden !!!
Bei Anwartschaft von 8CP müssen 2 Semester gehört werden sowie 1 Übung benotet sein

Lehrinhalt:

1. Kurze Zusammenfassung
Baukonstruktionen müssen vielen bauphysikalischen Anforderungen genügen, die sich aus den Bereichen des Wärme-, Feuchte- und Schallschutzes ableiten. Schäden am Bau werden analysiert, wenn es z. B. um Wärmedämmverbundsysteme, Oberflächenschutzsysteme an Fußböden in Tiefgaragen, Tauwasserbildungen, Parkettverlegung oder Terrassen und Balkone geht. Die Berücksichtigung der Raumakustik für Schulen, Konferenzräume oder Hörsäle ist mit der neuen DIN 18041 besonders aktuell geworden. Notfallwarnanlagen mit Sprachübertragung erfordern akustische Maßnahmen, um die notwendige Sprachverständlichkeit zu erzielen. Die Lehrveranstaltung geht jeweils aus von den Grundlagen und definiert die Anforderungen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik, unter Berücksichtigung der neuen und alten DIN-Normen.

2. Wärmeschutz
Die Energieeinsparverordnung aus 2002 verlangt u. a. die Berücksichtigung von Wärmebrücken und Luftdichtheit. Unzureichende Dämmstoffdicken und falsche Anordnung können zu gefährlichen Tauwasserbildungen führen. Für Um- und Neubauten ergeben sich zum Teil unterschiedliche Baukonstruktionen, die auch den Denkmalschutz einbeziehen.

3. Feuchteschutz
Vielfältige Schäden an Dächern beziehen sich auf Flach- und Stahldächer, Berücksichtigung von Gefälle und Bauteilschichten. Einbezogen sind Oberflächenschutzsysteme für Tiefgaragen.
DIN 18195 fasst Anforderungen des Feuchteschutzes bei unterschiedlichen Belastungen zusammen. Es stellt sich z. B. die Frage nach zusätzlicher Dränage.

4. Schallschutz
Die Wünsche nach erhöhtem Schallschutz haben zugenommen. Baukonstruktionen müssen zum Teil doppelschalig hergestellt werden. Schwimmende Estriche sich durch Schallbrücken gefährdet. Der Schallschutz von Fassaden, Dächern und Fenstern gegenüber Verkehrslärm muss stimmen. Immissionsschutzgutachten legen Grenzwerte fest.

5. Raumakustik
Gute Akustik bedeutet hohe Qualität für Sprach- und Musikwiedergabe. Anforderungen erstrecken sich nach DIN 18041 auf den Schul- und Hochschulbau, Konferenzräume, Bahnhöfe oder Sportstätten. Hohe Sprachverständlichkeit wird gefordert für Gefahrenwarnsysteme.

6. Schwingungsschutz

Nachbarschaften können durch Schwingungsübertragung ebenso betroffen sein wie hochsensible technische Anlagen, wenn diese durch Körperschallbrücken gefährdet sind. Erforderlich sind schwingungsdämpfende Baukonstruktionen, getrennte Fundamente und bauliche Maßnahmen.

7. Thermische und Hygrische Raumanalysen
Feuchte- und Wärmebilanzen können aufgestellt werden, um tägliche Temperatur- und Feuchteverläufe zu erfassen und zu beurteilen. Mit der Thermischen Raumanalyse können maximale Temperaturen in sommerlichen Hitzeperioden vorausberechnet werden. Die Hygrische Raumanalyse erlaubt die Bestimmung der relativen Luftfeuchtigkeit unter Berücksichtigung von Lüftung, Betätigen von Duschen und Sanitäreinrichtungen, Benutzung von Schwimmbädern mit geöffneten Fassaden.

8. Chemie am Bau
Schäden an Baukonstruktionen sind häufig durch Materialschwächen und fehlerhafte Materialauswahl bedingt. Hinzu kommen Verlegefehler und Einflüsse von Witterung. Stichworte sind Hydratation, Nachbehandlung, Rissebildungen, Aufwölbungen und Schüsselbildung, Tauwasser und Kristallisationsfeuchte, Osmose und Korrosion. Karbonatisierung und Betonüberdeckung beziehen auch die DIN 1045 aus 2006 ein.

Zum Seminarablauf:
Es gibt pro Woche eine Lehrveranstaltung von 2 x 45 min für Vorlesung. Der gleiche Umfang von 1 x 45 min ist für Übungen vorgesehen. Die Übungen werden jedoch als schriftliche Hausaufgabe erstellt und benotet. Der gesamte oben angegebene Lehrstoff wird in zwei aufeinander folgenden Semestern behandelt. Für jedes Semester wird 1 Schein ausgestellt. Für die genannten zwei Semester bedeutet dieses 2 Scheine (8 Credit Points). Hierfür reicht die Abgabe einer Übung aus.

Weitere Informationen siehe auf www.iab-oberursel.de

Beginn: Di. 19.04.2011 13:15-14:45
Zeit: Dienstags, 13:15 Uhr, wöchentlich